Heimat- und Dorfgeschichte spielerisch erkunden wollten die Mädchen und Jungen der Kolpingjugendgruppe Natzungen. Aus dieser Idee entstand ein Brettspiel, das gespickt ist mit vielen Informationen zum Heimatdorf. Gleichzeitig ist es den Kindern und Jugendlichen gelungen, mit dem Spiel Spenden für das Dorfleben zusammen zu tragen.
Im vergangenen Herbst hatten die Jugendlichen der Kolpinggruppe unter der Leitung von Heike Tewes die Idee, ein „Natzungen-Spiel“ zu erstellen. Dieses Gesellschaftsspiel sollte nicht nur kurzweilig sein, um gesellige Abende im bevorstehenden Winter gestalten zu können. Die Jugendlichen hatten auch jede Menge Fragen zu ihrem Dorf und dessen Geschichte. Sie sahen hier eine Chance, Informationen zu sammeln und diese spielerisch weiter zu geben, damit auch andere Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene mehr über ihr Dorf erfahren können.
In kompletter Eigenleistung ist ein unterhaltsames, kurzweiliges „Natzungen-Spiel“ mit zwei Spielvarianten auf zwei Spielflächen für zwei bis sechs Spieler jeden Alters entstanden. Wie der Name schon andeutet, dreht sich alles um das Dorf Natzungen. In der ersten Spielvariante geht man von den Ortseingängen bis zur Kirche. Ganz einfach? Nicht ganz, denn einige Aktionsfelder sorgen dafür, dass man sich plötzlich an ganz anderer Stelle in Natzungen wieder findet. In der zweiten Variante gewinnt derjenige, der als erster 101 Natz gesammelt hat. Dafür muss man aber zunächst seine „Natzungenwährung“ geschickt einsetzen und Patenschaften für Straßen und Gebäude übernehmen.
Als das Spiel in der Gemeinde vorgestellt wurde, fand es reges Interesse. Nicht nur die Jugendlichen ließen sich von der Spielidee begeistern, auch ältere Einwohner hatten Spaß hieran und entdeckten selbst Neues oder auch Altes, Vergessenes aus Natzungen.
Die Idee der Kolpingjugend fand auch bei den Unternehmern und Gewerbetreibenden im Dorf Anerkennung, die mit beachtlichen Beträgen die Arbeit der Kolpinggruppe unterstützten. Diese hatte sich vorgenommen, von dem Erlös zum einen den Jugendraum im Pfarrheim zu renovieren, zum anderen ihren Teil zur Renovierung der Kirche in Natzungen beizutragen. Nach Rücksprache mit dem Kirchenvorstand haben sie sich dafür entschieden, das Geländer am neuen Aufgang zum Kirchplatz zu finanzieren.
Neben den örtlichen Gewerbetreibenden honorierte auch die Volksbank Warburger Land die Idee mit einer Spende. Symbolisch übergab jetzt Rita Ungerland von der Zweigstelle Natzungen den Geldbetrag an die Kolpinggruppe. Insgesamt kam durch Spenden und Verkäufe bisher ein Betrag von mehr als 1500 Euro zusammen.
Es können noch Spiele über die Leiterin der Jugendgruppe, Heike Tewes, bezogen werden.

Das Bild zeigt die Jugendlichen der Kolpinggruppe mit dem Natzungen-Spiel vor dem Treppengeländer am neuen Aufgang zur Kirche. Mit dabei sind Rita Ungerlang (r.) von der Volksbank Natzungen und Gruppenleiterin Heike Tewes (6. v.r.)





